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Schuldlos überschuldet

Aus der aktuellen Überschuldungsstatistik des Statistischen Bundesamtes geht hervor, was die häufigsten Ursachen sind, die zu finanziellen Problemen bei Privatpersonen führen. In zahlreichen Fällen trifft den Betroffenen selbst keine Schuld.

18.6.2018 (verpd) Mehr als jede fünfte Überschuldung einer Privatperson ist auf einen Jobverlust zurückzuführen. Und es gibt noch einige andere Gründe, warum Privatpersonen unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten, wie eine aktuelle Datenanalyse des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigt.

Aus der Überschuldensstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die jedes Jahr veröffentlicht wird, lassen sich unter anderem die Hauptgründe, die zu einer Überschuldung führen, erkennen. Basis für diese Auswertung waren die Daten von 528 Schuldnerberatungs-Stellen in Deutschland, konkret die Daten von rund 127.000 Personen, die sich letztes Jahr bei einer dieser Stellen beraten ließen.

Die häufigsten Ursachen einer Überschuldung

Der häufigste Hauptauslöser, der letztes Jahr zu einer Überschuldung führte, ist eine eingetretene Arbeitslosigkeit mit einem Anteil von rund 21 Prozent aller Überschuldungsfälle, für die die Ursachen der finanziellen Schwierigkeiten angegeben wurden. In mehr als jedem siebten Fall, konkret bei 15 Prozent, war eine Krankheit, dazu zählt auch eine Suchterkrankung, oder ein Unfall der Überschuldungsgrund.

13 Prozent der Überschuldeten kamen aufgrund einer Trennung, einer Scheidung oder weil der Ehepartner gestorben war, in die finanzielle Notlage. Bei 12 Prozent lag die Ursache an einer unwirtschaftlichen Haushaltsführung, das heißt der Lebensstil und/oder der Kauf von Konsumgütern war nicht dem Einkommen angemessen. Bei acht Prozent beruhte die Überschuldung auf einer gescheiterten Selbstständigkeit und bei fast sieben Prozent auf einem längerfristig niedrigem Einkommen.

Wer Hilfe in finanziellen Schwierigkeiten benötigt, kann sich an eine der rund 1.400 anerkannten Schuldnerberatungs-Stellen wenden. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte man vorsorgen. Viele Risiken, die zu einer Überschuldung führen können, lassen sich nämlich absichern. Entsprechende Lösungen für eine finanzielle Absicherung, um beispielsweise Einkommensverluste nach einem schweren Unfall, bei einer lang andauernden Krankheit oder im Todesfall des Hauptverdieners zu vermeiden, bietet die private Versicherungswirtschaft an.