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Elementarschäden durchschnittlich bis zu 10.000 Euro teuer

Eine Analyse zeigt, wie sich von 2002 bis 2022 die Versicherungsleistungen für die Folgen von Extremwetter-Ereignissen entwickelt haben. Eine seltene Schadenart fällt dabei besonders ins Gewicht.                          

                                                              

(verpd) Eine Studie eines Versicherers hat die Auswirkungen des Klimawandels auf die Leistungspflichten von Versicherern untersucht. Sturmschäden sind am häufigsten. Lokale Überflutungen verursachen dagegen pro Schadenereignis die höchsten Schäden. Die Untersuchung betont die Wichtigkeit einer Absicherung von solchen und anderen Naturgefahren mittels einer Versicherungspolice angesichts von im Schnitt jährlich 4.900 Elementarschäden binnen der letzten 20 Jahre.

Ein Versicherer hat die Ergebnisse seiner Studie zum Thema „Klimawandel und Extremwetterereignisse“ vorgestellt. Diese wurde vom Bauherren-Schutzbund e.V. und dem Institut für Bauforschung e.V. mittels der Schadendaten der Wohngebäude- und Elementarversicherung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) von 2002 bis 2022 erstellt.

Zusätzlich flossen 102.360 Fälle aus der Gebäudeschaden-Statistik des Studienauftraggebers mit in die Untersuchung ein. Fast jedes der 19 Millionen Wohngebäude in Deutschland ist über eine Gebäudeversicherung gegen Schäden durch Brand, Blitzschlag, Sturm ab Windstärke acht, Hagel und bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser versichert.

Doch nur jedes zweite Haus ist gegen weitere Naturrisiken, auch Elementarrisiken genannt, wie Überschwemmung, Starkregen, Hochwasser, Schneedruck, Erdrutsch, Erdbeben und Lawinen abgesichert. Obwohl dies über eine Elementarschaden-Versicherung, die gegen Aufpreis fast in jeder Gebäudeversicherung angeboten wird, möglich wäre. Dabei zeigt die Studie, dass die Versicherer jedes Jahr für durchschnittlich 4.900 Elementarschäden pro Jahr leisteten.

Schadendurchschnitt durch Naturgefahren zwischen 900 Euro …

Auf der Datenbasis der Schadenfälle des Studienauftraggebers wurden die Häufigkeit sowie der durchschnittliche Aufwand der Schäden durch Naturgefahren ermittelt. Demnach waren Schäden durch Sturm mit 66,10 Prozent mit Abstand am häufigsten. Gleichzeitig waren diese sturmbedingten Schäden mit durchschnittlich 905 Euro pro Schadenereignis im Vergleich zu anderen Schäden durch Naturgefahren niedrig.

Hagel folgt mit 14,96 Prozent auf Platz Nummer zwei – mit einem Schadendurchschnitt je Schadenereignis von 2.619 Euro. Schäden durch Blitzschlag und Überspannung an Gebäuden, welche mit 9,26 Prozent die dritthäufigste Schadenursache durch Naturrisiken waren, kosteten im Schnitt 6.677 Euro pro Versicherungsfall.

… und 10.000 Euro

Die höchsten durchschnittlichen Gebäudeschäden verursachten lokale Überflutungen (Sturzflut), Rückstau und Überschwemmungen. Mit 5,19 Prozent waren diese zwar verhältnismäßig selten, kosteten im Durchschnitt jedoch 10.123 Euro je Schadenfall.

Den höchsten Schadendurchschnitt bei Gebäuden durch Starkregenereignisse verzeichnet laut einer Untersuchung des GDV übrigens das Bundesland Rheinland-Pfalz. Dort lag der Schadendurchschnitt bei 10.975 Euro. Am geringsten schnitt Bremen mit durchschnittlich 4.115 Euro ab.

Die Studie belegt unter anderem, wie wichtig eine Absicherung gegen Sturm, Hagel, Blitzschlag, aber auch gegen Elementarrisiken wie Überschwemmung und Starkregen ist. Ob das eigene Haus gegen solche Schäden versichert ist, kann der Gebäudeversicherungs-Police und den zugrunde liegenden Versicherungs-Bedingungen entnommen werden. Man kann sich aber auch direkt beim Versicherungsvermittler erkundigen.